Ferdinand Porsche, Hitler und ein VW-Cabrio

Gute Dokumentarfotografie war früher fast immer Reportagefotografie. Das berühmteste Magazin war Life. Mittlerweile können wir die vielen Fotos und ihre Inhalte online betrachten auf time.com.

Das Foto auf dem Ferdinand Porsche zusammen mit Hitler sein Geschenk zum 50. Geburtstag bewundert, ist daher nur ein Foto von ganz vielen.

Hermann Göring schenkte ihm laut time.com ein Modell vom Haus der Deutschen Kunst aus purem Gold.

Auf einem anderen Foto sitzt Hitler unterm Christbaum und feiert Weihnachten.

Es handelt sich zum Teil sogar um Fotos, die nie in Life erschienen sind, aber heute online sind.

In diesem Fall sind es zum Teil Fotos, die der Fotograf Hugo Jaeger 1965 an Life verkaufte.

Er war der persönliche Fotograf von Adolf Hitler und nahm Situationen in seinem Umfeld auf, die wir eigentlich nie hätten sehen sollen.

Dies ist aber nur ein Thema als Beispiel, das deutlich machen soll, worum es geht: unter fotografischen Gesichtspunkten ist die gesamte Webseite ein echter Leckerbissen.

Wo sonst kann man so ungestört Reportagefotos aller Richtungen und fotografischen Stile damaliger Fotografen/Fotografinnen studieren?

Und rückblickend entpuppen sich viele Fotos als beste Dokumentarfotografie und zeitgeschichtliche Dokumente, die manches zeigen, was sonst nicht zu sehen wäre.

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About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

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