Was wir von Flash lernen können: Nur JPG und gedruckte Fotos bleiben

Zum Grundgesetz der digitalen Welt gehört, dass sich alles ändert. Daher ist es wichtig für Archivierungszwecke auf die Basics zurückzugreifen, die möglichst lange bleiben.

Dies sind aus meiner Sicht reine Textdateien und Fotodateien im jpg Format. Ich würde alles andere und danach als gefährlich und nur vorübergehend ansehen.

Zu dieser Erkenntnis komme ich nachdem Adobe und die Browserwelt Flash entfernt hat. Ich hatte eine schöne Webseite mit Flashdateien, die den Besuch einiger interessanter Fotoausstellungen zeigen, über die es weder ein Buch noch eine verfügbare Videodokumentation gibt im alten Folkwangmuseum, in Leverkusen etc.

Die Webseite habe ich noch aber die Flashdateien sind alle nicht mehr zugänglich, weil die Browser sie nicht mehr anzeigen. Und eine Konvertierung war nicht möglich, weil die PCs und die alten Programme dieser Zeit schon lange weg sind.

Damit ist alles weg, was zu sehen war.

Das gilt ebenso für meine Künstlerinterviews.

Der Horizont unserer Entscheidungen ist darauf beschränkt, was wir gegenwärtig wissen. Damals war Flash die Lösung für Gegenwart und Zukunft. Jetzt ist alles an Inhalten, was damals damit gestaltet wurde, einfach weg.

Es bleiben Fotos und Texte im jpg und txt Format und sonst nichts.

„Schöne“ neue Welt…

 

 

 

 

Avatar-Foto

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert