Fotomonat ab 2026

Fotomonat.de ist mein Projekt zur Fotografie – ein Stück meines Lebens.

Ich bin Amateur. Es ist reines Hobby ohne Werbung oder dauernde Berichterstattung.

Ich publiziere privat und nicht kommerziell. Ob das Journalismus ist oder nicht, liegt je nach Erkenntnis und Interesse im Auge des Betrachters, habe ich gelernt.

Fotomonat.de ist ein einzigartiges digitales  Projekt, das mich von Anfang 40 bis Anfang 60 in meinem Leben begleitet im „manchmal grausamen Karneval des Lebens.

Mein Leben war immer konkret zwischen Arbeitswelt und Geisteswelt. Vor Fotomonat entwickelte ich Lernsoftware, dann publizierte ich parallel zur Arbeit Bücher und je digitaler die Welt wurde desto mehr Webseiten.

Fotomonat spiegelt diese digitale Entwicklung wieder. Es fing ganz klein an und wurde immer mehr. Irgendwann habe ich dies alles aufgeteilt in fünf Teile aus denen dann vier geworden sind:

  • artlens.de
  • dayart.de
  • dokumentarfotografie.de
  • lenstrip.de

Es ergänzt meine Projekte

  • buchmonat.de
  • geschichtsbuch.de
  • lebensversuche.de

und einige Dinge drumherum.

Früher waren dies alles Webseiten, später wurden es durch technische Veränderungen alles WordPress-Blogs.

Hier finden sich fast nur Texte und Fotos mit Alleinstellungsmerkmalen.

Nun habe ich alles technisch neu aufstellen müssen, weil die technischen Unternehmen alles neu gemacht haben.

Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören.

Ja – aber selbstbestimmt. Das ist Freiheit.

Deshalb mache ich noch weiter – noch.

Alles hier konnte nur entstehen, weil ich meine Themen nicht aus Profitgründen wählte sondern völlig frei aus persönlichem Interesse aufgrund des eigenen Lebens. Denn interessant wird es erst, wenn man über das schreibt, was einem weh tut oder wo man sich durchackern muss. Qualität kommt von Qual.

Es hört sich komisch an, aber nur weil ich immer arm war und arbeiten mußte, konnte dies so sein. Ich hatte keine Wahl. Andersrum wäre mir lieber gewesen. Natürlich ging es dabei auch um Chancen und Ausgrenzung. Daher diese Sätze. Ich kam nur auf die höhere Schule, weil Willy Brandt dazu aufrief, Arbeiterkinder auf die höhere Schule zu schicken. Damals glaubte man an Aufstieg und Bildung. Meine Eltern meldeten mich daher auf dem Gymnasium an. Sie konnten nicht mehr tun als sie konnten und waren ja Gefangene ihrer eigenen Biographie.

Aber das war in der Schule dann oft grausig. Ein Beispiel: Der Lehrer Baus fragt  in der ersten Woche 5. Klasse: was sind das für Wortarten? Ich sage Tuwort und Hauptwort. Er fragt andere, die sagen Verb und Substantiv. Er zu mir, wer das nicht weiß, ist hier falsch. Ich antworte, um das zu lernen bin ich doch hier. So war das damals bei mir als Arbeiterkind auf dem Leibniz-Gymnasium. Was macht das aus dir als Kind?

Abitur und Studium änderten später dann auch nichts am fehlenden Netzwerk und der fehlenden materiellen Basis. Ich musste parallel immer arbeiten.

„Eine 2 auf dem Leibniz ist wie eine 1 auf der EMA“ sagten mir einige meiner Lehrer. Ich wollte Landarzt werden und ging dann mit dem 2er Abitur zur Uni. Da gab es den NC. Als ich dann erklärte, daß ich vom Leibniz komme und eigentlich eine Eins habe, lachte das Sekretariat so wie lange nicht mehr. Da merkte ich was…

Der Aufstieg des kleinen Mannes ist dann das Beamtentum. Das wurde mir trotz Abschlüssen auch verwehrt, weil die SPD damals in NRW einen Einstellungsstopp verfügte.

Hinzu kam fehlende Unterstützung als ich Software entwickelte. Kein Risikokapital, kein Kredit trotz Sicherheit und Klagen, weil mein Ansatz gut war. Selbst die Richter waren erstaunt über die massive Art wie ein Kleiner von einem  Großen fertig gemacht wurde nur weil er es konnte…

Das ist nun Geschichte.

Rückblickend hatte ich für meine Verhältnisse unbewußt eine Art Studium Generale mit Geschichte, Germanistik, Jura, Soziologie, Statistik, BWL, VWL und Pädagogik. Ich habe in allen Fächern entweder das Grundstudium oder das Hauptstudium abgeschlossen. Aber als der Leiter des Prüfungsamtes mir sagte, ich könne mich nach den Prüfungen dann sogleich arbeitslos melden, bin ich zu einigen Examen nicht mehr hingegangen. Das ist 40 Jahre her.

So habe ich die geistigen Instrumente erlernt, um mich in verschiedene Bereiche einarbeiten zu können, um sachlich und  fachlich mir eine Meinung zu bilden oder mir neue Gebiete zu erschließen. Das ging bis zum Erlernen von EDV zwischen Assembler und Autorensystemen.

In der Wirtschaft angekommen wechselte ich zwischen selbständig, freiberuflich und angestellt. Vom Dozent wurde ich zum Leiter einer Wirtschaftsschule und machte später in der Organisationsentwicklung immer das, wofür es keine Ausbildung gab: ich gab Menschen eine neue Perspektive in Krisen und danach. Aber es gibt auch da eine Lüge.  Ich habe einen IQ von 137 laut Grundschule. Damals wurden die Klassen nach IQ eingeteilt. Lebenslang habe ich mich immer weiterqualifiziert. Aber weil ich dann was wußte und konnte, war ich oft weiter als meine Vorgesetzten. Na das war was!

Und dann kam die SPD und nahm mir mit der Agenda 2010 rückwirkend acht Jahre des Studiums für die Berechnung der Höhe der Rente. So entwertet man Bildung. Davon kann man krank werden oder sterben.

Das Problem haben Beamte nicht, weil es da nicht nach Leistung sondern nach der letzten Einstufung geht.

Ungerechtigkeit überall und keine Mehrheit, die das ändert: Der Dumme ist ehrlich oder umgekehrt und der Fleißige wird bestraft.

Weil ich es nicht ändern konnte und erst spät erkannte, ist dies mein Weg im Leben in diesem Bereich gewesen und spiegelt sich auch in meinen Themen wieder bis zur Dokumentarfotografie. Mein Leben ist  zwar nicht filmreif aber real. Das reicht dann.

Nun denn!

Wenn man Menschen zu einem Fest des Geistes einlädt, kommen wenige – wenn es ein Fest der Sinne mit Essen und Trinken ist, kommen viele. Ich hatte nie das Geld für die Feste der Sinne sondern biete hier lediglich das, was mir möglich war im Bereich des Geistes.

Das hier ist mein Bereich im Internet, der nur getragen wurde durch Engagement und Freude am Thema.

Geplant ist, dies alles zunächst noch zwei Jahre als Teil meines Lebens weiter zu gestalten. Wenn es so weit sein sollte, sehe ich weiter.

Deshalb schreibe ich dies auch hier auf, weil sich meine Art des digitalen Publizierens kaum irgendwo auf diese Art und Weise wiederfindet.

Aber ich habe vor, dies alles irgendwann zu beenden, so wie ich es auch begonnen habe.

Bis dahin hoffe ich, mit diesen Sätzen verdeutlicht zu haben, was Fotomonat.de und Buchmonat.de waren und sind.

Eine gute Zeit

Eine noch kürzere Zusammenfassung gibt es bei www.mahlke.com.

 

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/