Die neue Leica gibt es von Fuji?!

Da muß man erst mal drauf kommen:

„Was hat Fujifilm mit seinem APS-System so gut gemacht – und warum ist das Leica nicht gelungen?“

Diese Frage hat Jörg-Peter Rau gestellt und beantwortet.

Es ist ein sehr interessanter Artikel geworden, den ich für sehr lesenswert halte, wenn man sich dafür interessiert.

Das ist bei mir der Fall. Es hat mit meiner eigenen fotografischen Biographie zu tun.

Aber ich würde aus meiner Sicht auch andere Kameras mit hinzunehmen.

Hier verlinkt ist ein Vergleich zwischen der Fuji X-E 5 und der Panasonic Lumix G110.

Die Panasonic hat zwar keinen Bildstabilisator (ebensowenig wie die Fuji X-E 3) aber einen ganz wunderbaren Sucher.

„Der elektronische Sucher steht dem Bildschirm in nichts nach. Er löst hervorragende 3,7 Millionen Bildpunkte auf und vergrößert 0,73-fach im Kleinbildäquivalent. Damit ist er der größte und höchstauflösende Sucher, den wir bisher in einer derart kompakten Kamera gesehen haben“, schreibt digitalkamera.de.

Rückblickend ist dieser Sucher wohl der beste Sucher in einer Kompaktkamera, der bis heute zu finden ist, es sei denn, man erweitert den Begriff der Kompaktkamera und plötzlich ist auch die Leica Q3 eine Kompaktkamera. Aber ich bleibe beim bisherigen Begriff.

Für mich ist auch die Sensorgröße hier nicht so wichtig, weil der MFT Sensor für mich immer groß genug ist, um freizustellen und mit wenig Licht gute Ergebnisse zu erzielen. Ich nehme dann einfach das 25mm oder 30mm F1.4 Objektiv für MFT und alles ist gut.

Aber auch ich war früher fotografisch bei Leica.

Hier auf dem Foto von 2011 sieht man in Kameras zusammengefaßt meinen Übergang vom analogen ins digitale Zeitalter:

Digital ist Leica nicht dabei.

Damals war meine „neue Leica“ mit Wechselobjektiven eine Panasonic G2. Allerdings waren Lumix und Leica da schon verbandelt. Insofern war die Frage damals schon so aktuell wie heute, was Lumix und was Leica ist.

Wenn ich nun die damalige G2 mit der G110 vergleiche, sieht man enorme Fortschritte, obwohl die G2 schon eine echte Lösung war und ist.

Sie hatte nur noch keinen lautlosen Auslöser. Das war im Grunde das Einzige, was mich wirklich störte. Jedes Auslösen war wie ein Schuss…

Nun gut! Das Neue ist der Feind des Guten und das Gute ist nicht immer neu.

Aus meiner Sicht ist Fuji mit der X100 Reihe das gelungen, was Leica mit der M-Reihe damals gelang.

Der Unterschied besteht nur darin, daß damals der Markt für die 35mm Kameras weltweit größer war in Relation zu mehr und anderen Angeboten und Techniken. Heute konkurrieren mehrere digitale Bildsysteme (Kameras, Handys etc. nebeneinander).

Und heute gibt es dadurch auch neue Blickwinkel, Maßstäbe und Bewertungen und nicht nur eine Wahrheit.

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

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