Das Neue ist der Feind des Guten oder

… eine gute Kamera bleibt eine gute Kamera.

Was ist eine gute Kamera?

Eine gute Frage!

Wenn ich eine Kamera kaufe, die für mich „gut“ ist, dann sollte sie zuverlässig funktionieren und meine fotografischen Anforderungen erfüllen. Dazu gehört auch die Haptik.

Damit es nicht so pauschal bleibt, will ich meine eigenen Beispiele nennen.

Ich wollte gerne Kameras, die laut und lautlos auslösen können. Als die Kameraindustrie endlich lautloses elektrisches Auslösen ermöglichte, war diese Art von Kameras für mich die bessere Wahl.

Ich wollte gerne Kameras mit einem Sucher. Dabei meinte ich ursprünglich optische Sucher. Ich bin und war aber auch mit elektronischen Suchern zufrieden, die „nur“ 1,4 Mpxel Auflösung haben wie z.B. in der Olympus Stylus 1.

Ich wollte gerne Kameras, die auch bei dunkler Umgebung relativ rauschfrei mit Auslösungen schneller als 1/125 Sekunde gute Fotos machen. Das gelingt mit etwas höheren ISO-Werten optimal. Damals reichten rauschfreie ISO 400, heute reichen 1600/3200 ISO. Dann ist ein Bildstabilisator auch nicht unbedingt erforderlich. Dafür brauchte es damals Verbesserungen bei den Sensoren.

Und ich wollte gerne Kameras, die für mich griffig waren.

Kameras mit diesen Eigenschaften müssen nicht neu sein, sondern können auch älter sein.

Nun erfüllen diese Kriterien seit 2012 fast alle Kameras, die ich nutze.

Danach kam dann die Steigerung: größerer Sucher, mehr Megapixel, höhere ISO etc.

Was davon brauche ich wirklich, wieviel kostet es und was ist es mir wert?

Fuji führte mit der X100 einen besonderen Hybridsucher ein. Der ist und war mir einen Neukauf wert. Hier war das Neue besser als das vorherige Gute.

Digitale Optimierungen wie ein digitales Schnittbild, gutes Fokuspeaking etc. waren und sind mir auch einen Neukauf wert gewesen.

Die Bauweise einiger Kameras war mir auch einen Neukauf wert. Ich mag immer noch die Fuji X-E2s sehr.

Und es gibt noch mehr….

Aber es kommt auch immer darauf an, wie ich fotografieren will. Bei schnellen Motiven ist ein schneller Autofokus wichtig. Bei manueller Fotografie ist ein guter Sucher und manuelles Scharfstellen wichtig. Vieles ist also von den persönlichen Präferenzen abhängig.

Nun könnte ich mich der umgekehrten Seite zuwenden und fragen, ab wann ist eine Kamera technisch veraltet?

Diese Frage kann man sich aber auch selbst beantworten.

Ansonsten bietet mein Blog dazu vielfache Texte aus vielen Jahren dazu.

Dieser Artikel ist nur ein kurzes Fazit.

Nun höre ich an dieser Stelle auf und gehe hinaus in die Wirklichkeit der Gegenwart.

 

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

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