„Ich konnte damals nicht dabei sein und wollte wenigstens jetzt diese untergegangene Welt hier unter digitalen Bedingungen in der fotografischen Umsetzung neu lebbar machen so wie z.B. die Fuji X100 klassisches Denken in eine neue Form brachte… Im Wissen, daß diese Art zu fotografieren und zu sehen im Mainstream vorbei ist, habe ich dennoch diese Webseite aufgebaut, weil ich in dieser Welt mit diesem Anspruch noch mental und digital-real leben wollte.“
Aber die Zeit ist nicht stehen geblieben.
In der wirklichen Welt unterwegs nutze ich fast nur noch Smartphones, die aber fast alle nur ein Bokeh errechnen, so daß für echt gestaltete Fotos jenseits der Rechenleistung dann doch nur eine pure Digitalkamera bleibt. Daher bleiben pure Digitalkameras für mich unersetzlich.
Das Smartphone ist immer dabei. Zum erweiterten Gestalten dienen pure Digitalkameras. Aber die habe ich eben nicht immer dabei. Neuer Gebrauch in neuer Zeit?
Für mich leitet das Iphone 17 pro eine neue Ära mit einer Brennweite bis 200mm ein, die wirklich nutzbar ist und haptisch akzeptabel ist. Noch griffiger wäre noch besser.
Dieser technische Rahmen erweitert meine fotografischen Gestaltungsmöglichkeiten unterwegs.
Aber die erste Sony RX100 mit 1 Zoll Sensor und 28-100mm ist immer noch unerreicht, auch haptisch.
Das war ein kurzer Blick zurück auf meine fotografische Lebenspraxis online. Mehr ist auf meinen Blogs zu finden.
Wenn ich nun fotografisch weiter blicke bis zu meinem dokumentarischen Impuls, dann sehe ich, wie wichtig die Bilder gegen das Vergessen von mir waren, weil sie noch da sind. Sie zeigen, was vor Ort war. Mein Ansatz war immer vor Ort für die Nachwelt zu dokumentieren.
Denn wenn nichts dokumentiert ist, kann man nicht mal mehr wissen, was war. So banal ist das.
Diese Erfahrung machte ich beim Schreiben einiger Bücher und der Suche nach Unterlagen und Quellen.
Vieles war einfach ausgelöscht oder nie dokumentiert worden. Und heute muss es online auffindbar sein. Das ist schwierig genug.
Vielleicht bleibt von mir und meinem sozialdokumentarischen Impuls ja doch etwas im historischen Bestand, denn die Fleißigen und Qualifizierten ohne Stimme in den Medien vor Ort mussten bluten – und wenn ich es schon nicht aufhalten konnte, so wollte ich es wenigstens aufzeichnen als Dokumentation in Wort und Bild. Armut und Ausgrenzung gehören ebenfalls dazu.
Ich bin mir meiner eigenen Machtlosigkeit dabei bewußt gewesen, zumal die wunderbare Gabe des Wissens keine Macht über das Geschehen hat.
So habe ich nun meinen Teil erfüllt.
Es bleibt mein Alltag mit Fotografie unter dokumentarischen und persönlichen Gesichtspunkten.
Mal sehen, was daraus wird.
Text 1.1









