Dokumentarfotografie in Suchmaschinen – google verliert, mojeek und bing gewinnen

Seit dem Sieg von google als digitaler Zugang zur Welt des Wissens hat sich alles verschlechtert. Am Anfang und zwischendurch fand man auf google auch das, wonach man gesucht hat.

  1. Dann führte google in der Suchleiste einen Suchfilter ein. Man muß bewußt „wortwörtlich“ auswählen, um auch das angezeigt zu bekommen, was man sucht. Wer weiß das und wer macht das?
  2. Damit nicht genug. Danach zwang google alle Webseiten, mobil optimiert zu sein, um noch angehört zu werden.
  3. Und dann wurde es zwingend erforderlich, einen SEO-Aufbau zu haben, der den Werbemechanismen von google passt.

So ungefähr stellen sich mir grob gesprochen wesentliche Veränderungen dar.

Der Domainname, der vielleicht die Inhalte wiedergibt, ist ebenso nicht mehr relevant wie gute Inhalte.

Im Bereich des Alltagswissens mag dies nicht so auffallen, weil man dort immer noch so viele Seiten findet, daß ein Treffer schnell möglich ist.

Aber bei Themen, die inhaltlich weiter reichen, ist google mittlerweile die letzte Suchmaschine, auf die ich zurückgreife.

Am Besten sind mojeek.de und bing.com bzw. ecosia.de als bing Ersatz, weil da durch Suchen Bäume gepflanzt werden.

Bei google ist das, was mojeek und bing als Ergebnisse anzeigen, gar nicht mehr auffindbar, wenn man nicht gezielt diese Seite sucht.

Ich nehme als Beispiel immer das Wort „dokumentarfotografie“ und konnte dies alles in den letzten Jahren genau so erleben.

Man muß also nur von google weg, um echte inhaltliche Erfolgserlebnisse beim Suchen zu haben.

Deshalb schreibe ich dies hier auf.

 

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

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