Sebastião Salgado wurde 80, Andreas Herzau starb mit 61

Sebastião Salgado hat am 8. Februar seinen 80. Geburtstag gefeiert. Und Andreas Herzau ist am 6. Februar leider mit 61 Jahren gestorben.

Beide haben mich bei meiner Dokumentarfotografie beeinflußt.

Der Wandel der Welt unter immer denselben Bedingungen bedeutet alt und neu im lebenslangen Wechselspiel. Beim Betrachten des Fotos oben wird deutlich wie das so ist. Wie viele Leichen wurden in diesem Leichenwagen transportiert?

Und nun steht der Leichenwagen ebenso tot als Schrottauto da und wartet darauf entsorgt zu werden.

Alles verschwindet und entsteht doch neu.

Fotos machen Vergangenes in der Gegenwart präsent. Aber weil die Welt sich weiterdreht, sind die gemachten Fotos der Spiegel der Gegenwart, in der wieder neue Fotos gemacht werden müssen für morgen als Spiegel der neuen Gegenwart.

Und so geht es weiter…

 

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

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