Manchmal ist es einfacher mit einer Lüge zu leben als sich eine Leica zu leisten…

Meine letzten Artikel über den Wert von politischer Fotografie und Fotoreportern, die die Wahrheit einfangen, halte ich für richtig. Aber es gehört auch eine realistische Selbsteinschätzung aufgrund einiger wahrnehmbarer medialer und sozialer Fakten dazu.

  • Ich schreibe also einen Artikel über dieses Thema, obwohl ich mir nicht einmal eine Leica M10 leisten könnte. Diejenigen, die sich locker eine M10 und mehr leisten können, schreiben keinen Artikel darüber.
  • Ich engagiere mich für freie Presse, obwohl mir von seiten des Staates und der Journalistenverbände durchgängig erklärt wird, daß ich keinen Presseausweis erhalte, weil ich nicht hauptberuflich journalistisch tätig bin. Diejenigen, die einen Presseausweis haben, haben sich außer in der tagesschau nicht mit diesem Thema beschäftigt.
  • Die Firma Leica, um die es geht, hat sich von diesem Video laut Medien distanziert, damit offenbar auch von den Inhalten?!
  • Die Firma Huawei aus China, die mit Leica Werbung für ihre Kameras in Smartphones macht, will auch beim 5G Ausbau in Deutschland mitmachen und verhandelt mit der Bundesregierung über ein Antispionage-Abkommen. Das erinnert mich an den Nicht-Angriffspakt von Hitler mit Russland. Das ist ja an Absurdität nicht mehr zu überbieten. Wenn Huawei erst mal im 5G Netz drin ist und China sagt, wir spionieren jetzt, dann ist die Bundesregierung ganz erstaunt oder wie?

So ist die Welt und auf mich kommt es dabei nicht an.

Manchmal ist es einfacher mit einer Lüge zu leben als sich eine Leica zu leisten…

 

 

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About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.de/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

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